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26.12.2019

Jeep Wrangler: 4 Jahre später

Filed under: Jeep Wrangler JKU — Tom @ 21:14

Von dem Wagen bin ich immer noch begeistert. Er hat definitiv ein paar Macken, aber dennoch: Ich möchte kein anderes Auto haben. Das gilt auch für den neuen Jeep Wrangler JL, den ich probegefahren bin. Dazu später.

An einem Jeep Wrangler ist umbauen erlaubt. Dauerhaft oder temporär. Dauerhaft hat meiner nun seit 2 Jahren andere Rädern. Andere Felgen mit anderen Reifen. Die verbrauchen mehr Sprit, erhöhen aber die Geländegängigkeit enorm.

Zu den zeitweisen Umbauten gehört der obligatorische Wechsel auf das Softtop im Sommer, sowie ab und an die Türen ausbauen.

Ohne Türen und Dach

Dauerhaft gab es neue „Geräteträger“. Das sind keine Stoßstangen, sondern Elemente um z.B. Schneeschieber oder Winden zu befestigen. Als reine Stoßstange bekommen man 6-7mm Stahlblech natürlich nicht vom TÜV eingetragen.

Derzeit ist geplant im Sommer eine Winde einzubauen. An der Stelle an der das Riffelblech den Hohlraum abdeckt.

Optisch schon mal alles in Ordnung.

Geländegängigkeit

Klar, in Deutschland sind Geländefahrzeuge bei Privatpersonen sehr selten notwendig. Also Hobby. Oder eine Mischung, Alltagsfahrzeug und ab und an mal ins Gelände. In Langenaltheim, nicht einmal eine Stunde Fahrzeit von meinem zu Hause, ist ein großer Offroad-Park. Und dort macht es Spaß im Gelände unterwegs zu sein. Echt Spaß. Noch gab es keine Stelle an der der Wagen hängen geblieben ist. Mehr noch, bei einem Kurs „Geländefahren“ , ob der nötig war ist die Frage, kam der Wagen überall hin. Eine Mercedes „G“-Klasse kam dabei mal einen Berg nicht hoch, ein Duster hat abgebrochen, dem Fahrer war es zu anstrengend. Könnte was kaputt gehen.

Den vorderen Stabilisator kann man nun auch schnell aushängen, zwei kleine Clips. Zubehör aus Amerika. Damit macht Langenaltheim nochmal mehr Spaß. Und erstmalig dieses Jahre ging es dort die ganz hohe Rampe hoch. Ohne Schwung. Mal sehen ob ich das Video dazu bei YouTube einstelle.

Die höchste Rampe in Lagenaltheim

Ja, der Wagen ist 100% geländegängig. Alles andere wäre auch komisch.

Fährt

Was nervt

Das Hardtop ist manchmal undicht. Es läuft Wasser bei starken Regen rein. Und zwar nicht zu knapp. Aktuell noch eine kleine Stelle auf der Fahrerseite, die Beifahrerseite ist wieder dicht. Nee, doof. Das Softtop ist einigermaßen dicht. Nur das will man ja gerade nicht im Winter wenn es regnet und schneit.

Ja, das Problem ist bekannt. Bei mir liegt nun eine Familienpackung Dichtsätze. Kosten zwischen 29 und 79 Euro. Die 29er sind gar nicht mal schlecht, aktuell hält es. Aber es ist absehbar das es wieder undicht wird. Konstruktionsbedingt.

Die „Uconnect“ Head-Unit, also das Radio, CD, MP3, Navi, usw. ist nicht gut. Apple Car Play ist nicht, oder irgendwie nicht richtig. iPhone Lieder sind abspielbar, irgendwie. Die Sprachsteuerung ist unzulänglich. Abgeschaltet. Die Bedienung des Ganzen ist anstrengend. Das Navi findet echt interessante, aber nicht immer zielführende Routen. Der wache Fahrer passt auf und nutzt Verkehrsschilder.

Die Soundqualität ist ansonsten gut, der Subwoofer im Boden des Kofferraums gelungen. Echt robust: Mir ist mal ein Eimer Bauschutt umgekippt. Sauger und Pressluft und der Lautsprecher ist wie neu. Und geht noch.

MP3 auf die Head-Unit und ab dafür. Musik alleine passt soweit.

Spritverbrauch, Steuer, Versicherung

Mit den Goodrich Reifen liegen wir bei locker 12 l Diesel. Steuer bei ca. 500 Euro, Versicherung mit Vollkasko ist auch hoch, ohne Vollkasko nicht so viel weniger. Nur ein Wechsel ist schwer. Vollkasko bieten viele gar nicht an für diesen Wagen. Oder eben teuer. Fahre weiter mit dem Neuwagenvertrag, da ist Vollkasko noch drin.

Kann man nun sehen wie man will. In die Klasse „wir kaufen ein neues, ökologisches Auto, was wir bezahlen können und nicht so viel verbraucht“ fällt der Wrangler nicht. Muss jeder selber entscheiden.

Probefahrt: Jeep Wrangler JL

Zwischenzeitlich konnte ich den Nachfolger des JK, der JL, von Freitag Nachmittag bis Samstag Mittag, zur Probe fahren.

Der JL fährt sich wie der JK. Ich kann da nix von besserer Straßenlage erkennen. Jedes Schlagloch kommt an, die gewichtigen Starachsen sorgen für raues Fahrverhalten. Die Lenkung ist gewohnt schwammig.

Jeep hat beim JL viel überarbeitet, vermutlich alles. Was mir aufgefallen ist:

  • Die Heizung ist viel schneller, auch die Sitzheizung.
  • Das Lenkrad ist beheizt.
  • Die „Head-Unit“, das Multimediading in der Mitte, steuert nun alles und ist nicht mehr nur für die Musik und die Navigation da. Also auch, als Beispiel, für die Sitzheizung. Raus und ein neues rein ist damit nicht mehr.
  • Die Türen, trotzdem nach wie vor abnehmbar, rasten nun ein, d.h. fallen nicht mehr alleine zu oder auf. Nett.
  • Der Motor, ein 2.2l Turbo Diesel, klingt wie ein normales Auto. Und die Kiste quält sich. Der 2.8l CRD des JK ist eine andere Hausnummer. Auch 200 PS, aber deutlich mehr Drehmoment.
  • Das 8-stufige Automatikgetriebe ist toll.
  • Der JL ist mit vergleichbarer Ausstattung 25%-30% teuerer als der JK.

Fazit

Bis auf weiteres mag ich nach wie vor kein anderes Auto fahren. Auch wenn der manchmal undicht ist. Er ist zuverlässig. Und die 3,5 t Anhängerlast konnte ich auch schon nutzen.

Alles in allem: Cool ohne Ende.

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