Archive for Januar, 2010

Pyrussieg

Samstag, Januar 2nd, 2010

Gestern habe ich meinen roten 4#3er „zerlegt“. Der bis dato mit 31,8g leichtes aus meiner Sammlung flog gegen ein aufgehängtes Federbett.

Der FP-Heli ist ein umgebauter Walkera 4#3. U.a. sind beide Motoren Brushlessmotore. Kein Teil der Elektronik ist „original“, eine Reihe von Anbauteilen sind es auch nicht mehr.

Bei uns haben Möbel, Wände und Accessoires kein Eigenleben und springen nicht in die Flugbahn. Nein, die Kiste wurde eigenhändig in die Bettdecke geflogen.

Der nachfolgende Aufprall nach zwei Metern Sturz beschädigte die rote Haube, den Bremsteller und wie sich herausstellte die Zuleitung vom Hauptregler zum Empfänger.

 Lightweight Walkera 4#3

Mein umgebauter Walkera 4#3 vor dem „Satz“

Das die lackierte Haube kaputt ist sieht man nur von unten. Aber ich weiß es, was schlimmer ist.

Die Reparatur der Zuleitung gab die Gelegenheit, die komplette Verdrahtung der beiden Regler mit dem Empfänger zu erneuern. Die vorherige war etwas knapp bemessen, so dass der Hauptregler etwas schief auf dem Empfänger zu liegen kam.

Da das Modell schon auf der Werkbank stand wurde zugleich die Paddelstange aus Federstahl gegen ein aus 1mm Carbonstab ersetzt. Zudem die Schrauben der Servohörner entfernt und die Schubstangen von den Servos zur Taumelscheibe durch 0,8mm Carbonstab ersetzt. Die originalen 4#3er besahsen damals so eine Carbon-Paddelstange, die Paddelstange der Nachfolgemodelle ist aus Stahl, ist robuster und leichter einzustellen.

Eine originale, nicht umlackierte Haube rundete das Ganze ab. Durch diese Maßnahmen sank das Gewicht von 31,8g auf auf nur noch 30,85g. Wow. Mit einem 350mAh Zippy-Akku liegt das Abfluggewicht unter 40g.

Ach ja: Genaue Gewichtsangaben immer ohne Akku. Es gibt verschiedene Typen und die sind unterschiedlich schwer.

Lighter 4#3er

38,9g leichter Walkera 4#3 FP-Heli

Zum Vergleich: Ein originaler Walkera 4#3b Vollbrushless wiegt aus der Packung Abflugbereit weit mehr als 60g. Ohne Akku immer noch um die 50g.

Der vorher sauber eingestellte Heli flog nun sehr dürftig. Beim Start zog der Heli extrem nach links weg. In dieser Stärke vollkommen ungewohnt. Ein bisschen Linksdrift war vorher auch da. Ausgetrimmt, ok.

Doch der weitere Flug war extrem schwammig, von direkt konnte keine Rede mehr sein. Ganz anders als vorher. Selbst der Gyro bekam etwas Husten.

Der Übeltäter war schnell ausgemacht: Die Carbon-Padelstange! Im Vergleich zu einer aus Stahl lässt sich diese etwas leichter durchbiegen, doch was viel schlimmer ist, das sich die Paddel wesentlich leichter gegeneinander verdrehen lassen.

Nach dem Wechsel zurück auf die Stahlstange zog der Heli beim Starten arg nach rechts. Zurück auf die alte Trimmung gestellt flog er wie vorher. Sauber, ruhig und vor allem wieder schön direkt in der Ansprache. Na ja, direkt, was bei einem FP-Heli halt direkt bedeutet. Doch mit 31,2g immer noch 0,7g leichter als vorher.

Als der 4#3b mit der Paddelstange aus Stahl im zweiten Halbjahr 2008 als Nachfolger zum 4#3 vorgestellt wurden, schwärmten alle über das wesentlich direkter Steuerverhalten. Der 4#3b besitzt einen wesentlich modifizierten Kopf, der jedoch prinzipiell genauso funktionierte. Doch am Ende lag es nicht am Kopf, sondern an der Paddelstange. Wieder was gelernt.

Der neue Kopf des 4#3b ist günstiger in der Herstellung, es konnte auf zwei Kugellager verzichtet werden.

Hier noch ein paar Details einer etwas älteren Version meines 4#3:

 

Ein paar Details

Details umgebauter Walkera 4#3